Plevendo - Plane Online, Lebe Offline! - Investforum

Plevendo – Plane Online, Lebe Offline!

Announcement ImageDatum der Ankündigung : 21. August 2018Categories: Startups

Plane Online. Lebe Offline. Das hat sich das junge Unternehmen Plevendo auf die Fahnen geschrieben. Die beiden Gründer Robert Kleßny und Toni Kuschan kennen sich schon aus Kindertagen vom Fußballplatz. Wir haben uns auf ein Interview mit Ihnen getroffen.

Während der gemeinsamen Zeit basteln sie an verschiedenen Ideen und legen damit den Grundstein für Plevendo. Sie wollen, dass sich die Menschen wieder mehr im echten Leben begegnen, anstatt nur an ihren Bildschirmen. Mit Event-Tipps und der Möglichkeit, eigene Veranstaltungen zu planen verbindet Plevendo viele nützliche Tools in einer App. Ganz nach Plevendo-Philosophie haben wir uns persönlich mit Robert getroffen und er hat uns über den Plan seines Lebens berichtet.

Wann habt ihr Plevendo gegründet?

Im März 2017 haben wir begonnen, aktiv an der Entwicklung der App zu arbeiten und haben unser Unternehmen im darauffolgenden Dezember offiziell gegründet.  Vorangegangen ist dem eine Findungsphase von circa zwei Jahren. In dieser Zeit hat sich ursprünglich eine andere Idee manifestiert. Die mussten wir glücklicherweise wieder verwerfen, denn aus diesem Neuanfang ist Plevendo entstanden.

Robert Kleßny und Toni Kuschan – copyright: Alexander Berg

Was war das für eine Idee?

Wir wollten eigentlich eine Crowdfunding-Plattform für Events auf den Markt bringen. Wir wollten Leuten die Möglichkeit geben, ihre eigenen Veranstaltungsideen durch die Ticketverkäufe im Vorhinein zu finanzieren. Da wir in diesem Fall als Mittelsmann für die Geldtransaktionen fungiert hätten, war ein Treuhandkonto von Nöten. Allerdings mussten wir schnell einsehen, dass die Idee unter anderem aufgrund der hohen Transaktionskosten nicht rentabel war.

Anstelle dessen kam Plevendo?

Könnte man so sagen. Die Philosophie, die unserem Projekt zugrunde liegt, ist die Gleiche geblieben: wir machen auf interessante Orte und Veranstaltungen aufmerksam und bringen Menschen zusammen. Der Unterschied liegt darin, dass Plevendo ausschließlich für private Zwecke vorgesehen ist – vom gemeinsamen Kochen unter Freunden bis hin zum Lasertag-Turnier mit den Kollegen. Man kann auch gut und gerne das nächste Lerngruppentreffen organisieren oder seine Freunde zum Umzug einladen um zu wissen, wer morgens um zehn schon zum Kistenschleppen kommt.

Weshalb entscheiden sich Nutzer für die App?

Plevendo vereint diverse Features in einer App. Dieses Konzept ermöglicht eine einheitliche Planung bei der man nicht mehr zwischen dem Gruppenchat, der Terminumfrage und dem Eventplaner switchen muss. Die User können selbst Gruppen erstellen, direkt über einen geeigneten Termin abstimmen und dank der Mitbringliste ist jederzeit einsehbar, was noch benötigt wird. Ein weiterer entscheidender Aspekt ist, dass Plevendo auch über Freizeitaktivitäten und Events informiert. Die Nutzer können auch direkt in der App buchen, sobald genügend Leute zugesagt haben. Diese Funktion haben wir vorerst nur für den Raum Berlin testen lassen und freigegeben, doch das wird sich bald ändern – man darf also gespannt sein.

Ihr habt die App also testen lassen?

Genau. Dabei hat uns der Startup Incubator Berlin unterstützt. Dieses Angebot gilt vorranging den Gründern der HWR, wir konnten aber auch als externes Team teilnehmen. Einmal im Monat fand dort ein Testtag statt, zu dem alle Startups ihre Fortschritte an einer Gruppe von 60 – 80 Personen ausprobieren konnten. Das ermöglicht eine große Quantität an Feedback und ist kostenlos – jedes Team gibt einfach allen einmal eine Pizza aus.

Wo habt ihr sonst noch Unterstützung gefunden?

Durch mein BWL-Studium an der Hochschule Merseburg bin ich über das Modul „Gründungs-Management“ an den hochschulinternen HoMe-Gründerservice geraten. So haben wir von der Existenzgründungsoffensive der Investitionsbank Sachsen-Anhalt erfahren und haben uns für ein Gründerstipendium beworben. Wir erhalten die ego.-START Förderung, dank der wir für 18 Monate mit monatlich 2000 Euro pro Gründer bezuschusst werden. Diese Finanzierung ermöglicht es uns noch bis Ende März kommenden Jahres, unseren Lebensunterhalt zu bestreiten und Vollzeit an der Weiterentwicklung der App zu arbeiten.

Und dann?

Für die Folgezeit schmieden wir gerade einen Plan – dabei werden wir vom Investforum Startup-Service betreut. Momentan suchen wir nach einer Weiterfinanzierung ab März in Form von Risikokapital. Dafür arbeiten wir an unserem Finanzplan und unserem Pitch-Deck, um uns potentiellen Business-Angels oder Venture Capitalists präsentieren zu können. Mit einem Investor käme im Optimalfall auch ein Advisory Board und ein bestehendes Netzwerk aus Kontakten in das Unternehmen, was uns als Erstgründer immens voranbringen würde.

Wie sieht der besagte Finanzplan denn aus?

Unser Wunsch ist es, unsere Gewinne nicht über Werbeeinnahmen, Nutzergebühren oder Datenhandel zu generieren. Wir wollen versuchen, uns hauptsächlich durch unsere Partnerschaften zu finanzieren. Das heißt, wir sprechen Veranstalter aller Art an und vertreten diese in unserer App, sodass die Nutzer direkt über Plevendo buchen. Für dieses Marketing erhalten wir dann eine Provision von den Veranstaltern. Unsere bisherigen Partner in Berlin haben wir durch klassische Kaltakquise gewonnen. In Zukunft werden wir diesen Prozess weiter automatisieren, sodass Partner den kompletten Onboardingprozess digital durchlaufen.

Welche Marketingstrategien nutzt ihr momentan?

Da unsere Philosophie sich von den meisten Apps und Anwendungen abhebt, nämlich dass wir die Leute weg von ihren mobilen Endgeräten bewegen wollen, ist es sehr wichtig, diese Message zu vermitteln. Da wir uns zurzeit nur durch die Förderung der IB finanzieren, steht uns kein Marketing-Budget zur Verfügung. Wir probieren uns dahingehend gerade mit geringen Beträgen aus – schalten kleine Anzeigen bei Facebook, Instagram, Google & Co. – um zu sehen, welche Channels die meisten Nutzer generieren.

Was benötigt ihr, um diesen Plan in die Tat umzusetzen?

Da wir momentan nur zu zweit sind, sind unsere Kapazitäten dahingehend in finanzieller und personeller Sicht begrenzt. Um an diesen Punkt der selbstständigen Finanzierung zu gelangen, müssen wir die App weiterhin optimieren und brauchen mehr Nutzer. Um die notwendigen Marketingstrategien zu verbessern, suchen wir nach Experten mit wirtschaftlichem Hintergrund – sei es ein beratender Investor oder ein weiterer Mitarbeiter, den wir uns zurzeit aber noch nicht leisten können. Mehr Nutzer bedeuten dann letzten Endes auch mehr Vertrauen seitens potentieller Investoren. Wir sind auf jeden Fall optimistisch und freuen uns auf die Zukunft.

www.plevendo.de

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