Mit Sicherheit wachsen

Beteiligungsspezialistin Harriet Krzyzowski ist Teil der Pitch-Day-Jury. Als Ansprechpartnerin für Startups, die aufgrund finanzieller Unsicherheiten die Unterstützung der BB und MBG benötigen, weiß sie, worauf es für eine erfolgreiche Gründung ankommt.

Harriet Krzyzowski

Harriet Krzyzowski ist für die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG) und die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt (BB) aktiv. Durch ihre langjährige Beratungstätigkeit für junge Unternehmen u.a. bei der Umsetzung strategischer Wachstumsprojekte gilt sie als Spezialistin in Sachen Beteiligung. Damit ist die Dipl.-Wirtschaftsingenieurin Ansprechpartnerin der MBG, wenn es um Bürgschaften, Garantien, stille und offene Beteiligungen geht. Projekte mittelständischer Unternehmen und Gründer*innen, die wegen unzureichender Sicherheiten zu scheitern drohen, erhalten durch das Angebot von BB und MBG die passende Unterstützung. Zu den Gesellschaftern zählen Kammern, Verbände, Banken und Versicherungen in Sachsen-Anhalt. Außerdem gehören BB und MBG zu den Sponsoren des Investforum Pitch-Days.

Wie viel, in welche Branche und in welche Phase investieren Sie?

Wir investieren jährlich zwischen 5 und 10 Mio. Euro, vornehmlich im Rahmen stiller Beteiligungen. In Kombination mit den stillen Beteiligungen gehen wir auch offene Beteiligungen ein. Grundsätzlich sind wir branchenoffen, haben allerdings keine Möglichkeit Sanierungsphasen oder Pilotprojekte zu begleiten. Unser Fokus liegt auf Unternehmen und Startups, die bereits ein marktfähiges Produkt und den Proof-of-Concept erbracht haben sowie eine nachhaltige Entwicklungsperspektive aufweisen.

Wovon profitieren Startups bei einer Zusammenarbeit mit Ihnen?

Neben den Finanzmitteln, die die Liquidität des Unternehmens stärken und die Eigenkapitalposition der Bilanz verbessern stehen wir mit unserem langjährigen strategischen Know-how, unseren gewachsenen guten Beziehungen zu den Bankpartnern und den Kammern (IHK und HWK) sowie unseren Kontakten zu den Gründungszentren in Sachsen-Anhalt zur Verfügung.

Woran erkennen Sie einen guten Gründer/eine gute Gründerin?

Der Gründer muss für seine Idee „brennen“ und das auch im Gespräch mit Finanzierungpartnern und in der Unternehmenspräsentation zeigen. Es sollte gelingen, das Gegenüber mitzureißen. Daneben spielt Selbstreflexion eine wichtige Rolle: Aufgabenbereiche wie kaufmännischer Bereich, Technik, Produktion, Vertrieb und Marketing im Unternehmen, die nicht abgedeckt werden, sind zu qualifizieren und gegebenenfalls extern zu besetzen. Daneben spielen natürlich auch Gründlichkeit, Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Empathie eine wichtige Rolle.

Welche Eigenschaften halten Sie davon ab, in ein Startup zu investieren?

Das Geschäftsmodell ist noch nicht zu Ende gedacht: Kundenutzen, Alleinstellungsmerkmal, Preismodell, Wettbewerbsvorsprung können noch nicht sauber dargestellt werden. Die betriebswirtschaftlichen Planungen sind nicht nachvollziehbar, z.B. exponentiell steigende Umsätze in schwindelerregender Höhe, die nicht unterlegt werden können. Kundenbefragungen und Marktanalysen erleichtern den Einstieg eines Investors. Dazu sind auch strategische Partnerschaften von Vorteil.

Was reizt Sie am meisten am Investieren?

Der Erfolg und der Weg dahin. Wichtig sind für mich die enge Zusammenarbeit mit den Gründerteams und das Verständnis für die neuen Technologien und Produkte. Als Dipl.-Wirtschaftsingenieurin reizen mich besonders technologische Geschäftsmodelle und deren Potentiale im Markt.

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