Startup Monitor 2021: Corona-Schock überwunden

Die Ergebnisse der größten Startup-Befragung Deutschlands sind veröffentlicht - es haben so viele Gründer*innen teilgenommen wie nie zuvor.

2013 Startups aus 16 Bundesländern beteiligten sich am diesjährigen Startup Monitor, einer gemeinsamen Studie des Bundesverband Deutsche Startups, PwC und der Universität Duisburg-Essen. Damit ist sie eine der wichtigsten Studien über die Startup-Landschaft in Deutschland und ein aufschlussreicher Indikator, wie es den Gründerinnen und Gründern innovativer Unternehmen derzeit geht. Die Univations GmbH, Projektträger des Investforum Startup-Service, gehört dabei zu den Netzwerkpartnern der Studie für das Land Sachsen-Anhalt.

Nach dem krisengeschüttelten Corona-Jahr zeigt die Studie eine beruhigende Tendenz: Das Geschäftsklima in der deutschen Startup-Szene hat sich deutlich aufgehellt und liegt wieder auf dem Niveau von 2019. Gründer*innen finden hierzulande immer bessere Bedingungen vor: Zwei Drittel bewerten das Startup-Ökosystem an ihrem Standort als gut oder sehr gut – das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Personenstarke Gründerteams aus Mitteldeutschland

Speziell in der Region Mitteldeutschland gilt das für rund die Hälfte aller Befragten. Außerdem geschätzt werden die Kooperationsmöglichkeiten mit etablierten Unternehmen (45,3 Prozent), was Gründer*innen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen besser als der bundesweite Durchschnitt (40,5 Prozent) bewerten. In diese Kategorie fällt auch der Zugang zu potenziellen Kunden, der ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt liegt. Konträr dazu deutlich schlechter als der Bundestrend  ist die Anziehungskraft für qualifizierte Fachkräfte von außerhalb. Trend-Städte und Gründerhotspots wie Berlin und München verfügen diesbezüglich über eine weitaus höhere Attraktivität. Auf die Größe der Gründerteams scheint dies jedoch wenig Auswirkung zu haben: 51 Prozent der Startups in der Region  Mitteldeutschland beschäftigen mehr als 5 Personen, im Bundesschnitt sind es dagegen 43,2 Prozent. Gute Nachricht mit Blick auf die deutsche Gesamtsituation ist angesichts der Corona-Krise auch die Zahl geplanter Neueinstellungen. So erwarten 91 Prozent der Startups, die an der Umfrage teilgenommen haben, im kommenden Jahre auf die Suche nach neuen Mitarbeiter*innen zu gehen.

Wachstumsstark durch Venture Capital

Laut dem Bundesverband Deutsche Startups, sei besonders die hohe Verbreitung von Wagniskapital in der Region ist ein wichtiger Wachstumsmotor: So nutzen 30,6 Prozent der Startups Business Angels-Finanzierungen. Wodurch die Bundesländer im Vergleich jedoch besonders hervorstechen, ist die Nutzung von Ventures Capital. Während im restlichen Land durchschnittlich knapp 20 Prozent der Gründer*innen ihr Vorhaben über Venture Capital finanzieren, liegt dieser Wert hier doppelt so hoch – bei 41,8 Prozent! Diese Tendenz sei bereits in den Vorjahren deutlich geworden und hänge sicherlich eng mit der hohen Aktivität lokaler Beteiligungsgesellschaften zusammen, so die Studienverantwortlichen. Damit scheint Wachstum und der Zugang zu finanzstarken VCs eine wichtige Kennzahl bei der Gründung in der Region Mitteldeutschland zu sein.

Für weitere, übersichtliche Einblicke in die Studie klicken Sie hier.

 

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